Von Nepal bis Zimbabwe, vom Libanon bis Jamaika

Austrian Standards gab mit seinen Consulting-Projekten auch 2015 wichtige Impulse für die Verbesserung der Qualitätsinfrastruktur in aller Welt. Gleichzeitig wurden bestehende Kooperationen weiter intensiviert

Wien (AS prm, 11.12.2015)

Jamaika

Im April besuchten zwei Mitarbeiterinnen von BSJ, der Normungsorganisation von Jamaika, Austrian Standards, um aus erster Hand zu erfahren, wie sich ein kleines Land wie Österreich - weit über seine Größe hinaus - erfolgreich in der internationalen Normung behaupten kann. Das Interesse galt im Besonderen den Arbeitsprozessen und der Produktpalette.

Anfang Mai folgte ein zweitägiges Stakeholder-Seminar in Jamaika, bei dem einerseits moderne und WTO-gerechte Arbeitsmethoden in der nationalen Normung und andererseits eine effiziente Mitarbeit in der internationalen Normung behandelt wurden. BSJ leitet das Sekretariat des ISO/TC 93 "Stärke". Deshalb wurden in einem eigenen Workshop die Arbeitsweisen eines ISO-Sekretariats und die entsprechenden Instrumente in der Praxis trainiert. Im Anschluss an eine Gap-Analyse wurden weitere Verbesserungsmaßnahmen vereinbart.

Zimbabwe

In Zimbabwe wurde das erfolgreiche Projekt aus dem Jahr 2014 fortgesetzt. Ein Experte von Austrian Standards hat dazu beim dortigen Normungsinstitut SAZ Schulungen durchgeführt. Gemeinsam wurden Maßnahmen gesetzt, um die Strukturen zu verbessern und die nationale und internationale Normungsarbeit effizienter zu gestalten. In weiterer Folge ist eine bilaterale Zusammenarbeit zwischen SAZ und AS vorgesehen. Für Jänner 2016 ist ein SAZ-Besuch in Wien geplant. Eine künftige Kooperation könnte beispielsweise im Rahmen eines ISO Twinning Agreements erfolgen.

Libanon

Das libanesische Normungsinstitut LIBNOR profitierte in den vergangenen Jahren von diversen EU-finanzierten Projekten zur Entwicklung der Qualitätsinfrastruktur. Europäische Best-Practice-Beispiele sind daher inzwischen im Libanon bekannt und werden umgesetzt. Die Aufgabe von Austrian Standards war es, eine Evaluierung des eventuellen Weiterbildungsbedarfs und einen Workshop mit Stakeholdern durchzuführen, um deren Teilnahme an der Normung zu stärken und auszubauen.

Nepal

Zum Abschluss des INS-Projekts ("Institutional Strengthening") unterstützte Austrian Standards das nepalesische Normungsinstitut NBSM bei der Vorbereitung einer Road Map für die weitere erfolgreiche Entwicklung. Dabei wurden österreichische Best-Practice-Beispiele aus der Normungsarbeit vorgestellt und darauf basierend die künftigen Schulungsmaßnahmen geplant.

Im Konsortium und unter Führung der deutschen Consulting Group GFA erhielt Austrian Standards 2014 den Zuschlag für ein EU-finanziertes Projekt in Nepal, um die Exportfähigkeit des Landes zu fördern. Das Projekt befasst sich mit Produktsicherheit und der dazu notwendigen Qualitätsinfrastruktur. Aufgrund der Naturkatastrophe, die Nepal im Vorjahr getroffen hat, verzögerte sich die Implementierung des Projekts. Die Arbeiten können erst 2016 aufgenommen werden. Im März 2016 starten die ersten Trainings für den WTO TBT Enquiry Point.

Serbien

Gemeinsam mit der deutschen Gesellschaft für Internationale Zusammenarbeit (GIZ) unterstützte Austrian Standards auch 2015 die Weiterentwicklung des Serbischen Normungsinstituts ISS. Schwerpunkte waren dabei Verkauf und Marketing. Austrian Standards präsentierte in Belgrad die österreichischen Erfahrungen bei der Umsetzung neuer Produkt- und Verkaufsmodelle sowie seinen Webshop.

Zypern

Austrian Standards Institute und die zypriotische Normungsorganisation Cyprus Organisation for Standardization CYS haben schon vor einigen Jahren ein Memorandum of Understanding über Zusammenarbeit und gegenseitige Unterstützung abgeschlossen. 2015 beteiligten sich beide Organisationen an einem "Erasmus+ Projekt", das den Austausch zwischen Normungsorganisationen im EU-Raum fördert.

Vertreterinnen von CYS besuchten im November Austrian Standards, um Best Practices in allen Bereichen kennenzulernen. Spezielles Interesse galt der Normungsarbeit und dabei im Besonderen dem elektrotechnischen und chemischen Sektor. Aber auch die von Austrian Standards angebotenen e-Services, wie meinNormenRadar und Dokumentmanagement-Lösungen, erweckten großes Interesse.

Tadschikistan

Austrian Standards und die tadschikische Behörde für Normung, Metrologie, Zertifizierung und Marktüberwachung TAJIKSTANDARD kooperieren seit 2013 im Rahmen eines Memorandum of Understanding. Im Dezember war eine siebenköpfige Delegation aus Tadschikistan bei Austrian Standards, um die Intensivierung der Kooperation voranzutreiben.

Die tadschikische Seite will vor allem aktiver an der internationalen Normung teilnehmen. Von besonderem Interesse sind die ISO-Komitees im Lebensmittelbereich. Tadschikistan verfügt über enormes Exportpotenzial an Trockenobst, Kräutern und natürlichen Arzneimitteln. Ebenso sind Tourismus und Dienstleistungen wichtige Zukunftsthemen für dieses Land.

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