Die Standards für das Internet der Dinge

Damit IoT funktioniert, braucht es definierte Grundlagen für den Datenaustausch

Wien (AS prm, 12.06.2017)

Reibungslos durchläuft das Bauteil seinen industriellen Fertigungsprozess. Eine Armada von Sensoren, Chips und Regelkreisen - installiert an jeder relevanten Schnittstelle und orchestriert von intelligenter Servicesoftware, begleitet die Genese. Und selbst nach der Fertigstellung vermag das Internet of Things (IoT) noch zu verblüffen - organisiert das fertige Produkt doch selbsttätig seinen eigenen Abtransport und die erfolgreiche Zustellung an den im Chipset gespeicherten Empfänger in Übersee.

So könnte in naher Zukunft das aussehen, was das Internet der Dinge oder Industrie 4.0 verheißen: Eine Welt, in der sich zahllose Objekte physisch und mit Hilfe ihrer virtuellen Repräsentanzen austauschen, koordinieren und organisieren. Ohne menschliches Zutun, gesteuert einzig von smarter Software und aufbauend auf ein Set von Standards, das für die reibungslose Kommunikation zwischen den unterschiedlichen Objekten sorgt.

Ohne Standards kein Internet der Dinge

Diese Zukunft hat längst begonnen. Denn die erforderlichen Standards sind entweder bereits fertig oder gerade im Entstehen. "Ob in der industriellen Fertigung, bei altersbezogenen Assistenzsystemen oder beim autonomen Fahren - das Internet der Dinge ist bereits Realität", sagt Prof. Dr. Manfred Wöhrl von der DigitalSociety. Der IoT-Pionier steht jener Arbeitsgruppe (ASI/OVE JWG 001.41 IoT) vor, die hierzulande für die relevanten Standards zum Thema zuständig ist, und er vertritt Österreich auch im weltweiten Gremium ISO/IEC JTC 1 - Information Technology.

"Damit ein Internet der Dinge funktionieren kann, braucht es standardisierte Komponenten und Dienste", erklärt Dipl.-Ing. Dr. Karl Grün, Director Development bei Austrian Standards. Für Koordination und Kommunikation der Komponenten existieren bereits internationale Regelwerke, jene zu Themen wie Referenzarchitektur und Vokabular sind in Ausarbeitung.

Normungs-Kompass für Industrie 4.0

Für das Spezialthema Industrie 4.0 hat die Plattform Industrie 4.0 Österreich in Kooperation mit Austrian Standards den Österreichischen Normungs-Kompass Industrie 4.0 entwickelt. Gemeinsam mit dem ergänzenden Online-Normenkatalog zeigt das Tool einfach und übersichtlich, welche relevanten Standards es bereits gibt, in welchen Bereichen welche Standards entwickelt werden, und wer in Österreich dafür Ansprechpartner ist.

IoT-Fachkongress im Herbst bei Austrian Standards

Welche Standards dafür sorgen, dass Komponenten und Geräte reibungslos miteinander kommunizieren und mögliche Gefahren gering bleiben, darüber informiert ein Fachkongress zum Thema Internet of Things am 18. Oktober 2017 bei Austrian Standards in Wien. Interessierte erfahren dort, wie das eingangs erwähnte Bauteil wohlbehalten bei seinem Empfänger ankommt und welche Chancen und Risiken das Thema beinhaltet.

Alle Informationen zum IoT-Kongress finden sich unter www.austrian-standards.at/iot/

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