IEEE eröffnet Europa-Sitz bei Austrian Standards in Wien

Der mit 423 000 Mitgliedern weltweit größte technische Berufsverband hat sein neues European Technology Centre im Haus von Austrian Standards in Wien

Wien (AS prm, 28.09.2017)
IEEE eröffnet Europa-Sitz bei Austrian Standards in Wien

Das Institute of Electrical and Electronics Engineers IEEE, die größte technische Berufsorganisation von Ingenieuren und Wissenschaftern in der Elektrotechnik und Elektronik, hat seinen neuen Europa-Sitz in Wien. Am 22. September 2017 wurde das European Technology Centre von IEEE im Haus von Austrian Standards in der Heinestraße im 2. Bezirk in Wien eröffnet.

Spitzenvertreterinnen und Spitzenvertreter von IEEE waren aus diesem Anlass nach Wien gekommen. Unter ihnen IEEE-Präsidentin und -CEO Karen Bartleson. "Die Einrichtung des European Technology Centre ist ein wichtiger Schritt bei der Erweiterung der globalen und strategischen Aktivitäten von IEEE innerhalb und außerhalb von Europa", erklärte Bartleson bei der Eröffnung, zu der Persönlichkeiten aus Wirtschaft, Wissenschaft und der Stadt Wien gekommen waren. Bartleson: "Wir sehen ein starkes Fundament für die Zusammenarbeit und freuen uns darauf, zu wichtigen Technologie- und Grundsatzinitiativen beizutragen, die helfen werden, Europas Wissenschaft und Innovation zu stärken."

Austrian-Standards-Direktorin Elisabeth Stampfl-Blaha in ihrer Begrüßung: "Austrian Standards setzt verstärkt auf den Ausbau seiner internationalen Netzwerke, um Österreich noch besser in die Entwicklung weltweiter Standards für strategisch wichtige Zukunftsthemen einzubinden. Wir freuen uns daher, dass das European Technology Center von IEEE seinen Sitz im Haus von Austrian Standards hat."

Weltumfassende Perspektive in weltverändernden Technologien

Mit seinen weltweit mehr als 423 000 Mitgliedern, davon rund 55 000 aus Europa, "verfügt IEEE über eine weltumfassende Perspektive und eine starke Mitgliederbasis an führenden Fachleuten, die an weltverändernden Technologien arbeiten, von Datenverarbeitung, Kommunikation und nachhaltigen Energiesystemen über IoT und Blockchain bis hin zu Biomedizintechnik u.v.m.", wie es in einer Aussendung von IEEE anlässlich der Eröffnung seines Europa-Sitzes heißt. Und weiter: "Durch die Entwicklung von Standards fördert, entwickelt und bringt das IEEE Technologien voran, unterstützt Innovationen, veröffentlicht vielfach zitierte Publikationen, organisiert große Konferenzen und bietet ein breites Spektrum an professionellen und weiterbildenden Programmen."

Zu den künftigen Vorhaben von IEEE gehört es, intensiver auf verschiedene strategische Initiativen einzugehen, darunter die European Public Policy Initiative. Diese soll den Dialog zwischen der europäischen Technologiegemeinschaft und den europäischen Entscheidungsträgern und Regulierungsstellen mit Hilfe von Experten-Arbeitskreisen in Bereichen wie Energie und Informations- und Kommunikationstechnologie fördern. Das derzeitige Engagement des in Wien beheimateten European Technology Centre umfasst die Teilnahme an der Europäischen Multi-Stakeholder-Plattform zur ICT-Standardisierung sowie am Europäischen Innovationsgipfel.

Wiener Gipfeltreffen der Standards-Organisationen

Auf Einladung von IEEE fand am 26. und 27. September im Meeting Center von Austrian Standards die 21. Tagung der Global Standards Collaboration (GSC) statt. In GSC haben sich führende Organisationen zusammengefunden, die Standards in der Kommunikationstechnik und deren Umfeld entwickeln; unter ihnen auch die International Organization for Standardization ISO - Austrian Standards ist hier das österreichische Mitglied - und die International Electrotechnical Commission IEC. Ziel ist es, die unterschiedlichen Aktivitäten zu bündeln und vorausschauend zu koordinieren.

Ansprechpartner von IEEE in Wien sind

Dr. Clara Neppel, Senior Director European Business Operations (c.neppel(at)ieee.org), und
Dr. Hermann Brand, European Standards Affairs Director (h.brand(at)ieee.org)
Heinestraße 38, 1020 Wien