Sich regen bringt Segen

Viele san mit Radln unterwegs

Das Fahrrad ist das beste Mittel gegen Unsportlichkeit. Der Sattel trägt bis zu 80 Prozent unseres Körpergewichts zur Schonung von Gelenken und Bändern. Trainiert werden Bein- und Beckengürtelmuskulatur.

Die ÖNORM EN ISO 4210-2 für City- und Trekking-Fahrräder, Jugendfahrräder, Geländefahrräder (Mountainbikes) und Rennräder legt die Anforderungen an die Leistungen und die Sicherheitstechnik für Fahrräder zur Benutzung im öffentlichen Verkehr, im unwegsamen Gelände und für nichtprofessionelle Benutzung bei hohen Geschwindigkeiten auf der Straße fest.

Flott dahingleiten kann man mit Inline-Skates

Auch Inline-Skaten ist ein gelenkschonender Ausdauersport. Es werden nicht nur Muskeln und Gewebe gestrafft, sondern ebenso die Koordination und das Gleichgewichtsgefühl geschult.
Inline-Skates nach ÖNORM EN 13843 sind für Benutzer mit einem Körpergewicht ab 20 und bis 100 kg ausgelegt. Dieser Standard legt sicherheitstechnische Anforderungen an Inline-Skates fest, die die Verletzungsgefahr für Dritte und die Benutzer verringern sollen.

Gleichgewichtsgefühl beim Skateboarden

Auch bei weiteren Rollsportarten wie etwa dem Skateboarden oder dem Kick-Scooter-Fahren werden Koordination und Gleichgewichtsgefühl geschult. Die ÖNORM EN 13613 für Skateboards teilt erstmals Skateboards in Leistungsstufen nach unterschiedlichen Körpergewichtsklassen ein.
Die ÖNORM EN 14619 gilt für Kick-Scooter für ein Körpergewicht über 35 bis 100  kg. Auch hier sind sicherheitstechnische Anforderungen, Prüfverfahren, Kennzeichnung und Herstellerinformation festgelegt, die dem Fahrer Verletzungen und böse Überraschungen ersparen sollen. Und der Standard betont ausdrücklich: Kick-Scooter sind kein Kinderspielzeug!

Klettern oder lieber wandern?

Beim Bergsteigen muss man darauf achten, dass man sich nach der langen Winterpause nicht übernimmt. Es ist wichtig, den Körper langsam wieder auf Touren zu bringen, um das Herz nicht zu überfordern. Bergführer empfehlen, für den Anfang eher kurze Touren mit wenig Steigung zu wählen und sich langsam zu steigern.
Neben der eigenen Fitness und der Erfahrung des Bergsteigers ist die richtige Ausrüstung entscheidend für die Sicherheit am Berg. Dafür, dass Anseilgurte, Steigeisen, Felshakenetc. auch das halten - worauf sich der Alpinist einfach verlassen können muss -, gibt es Standards.

Aber auch wer es gemächlicher angeht, hat sich eine Pause auf der Almhütte verdient. Ob Profi oder Genießer, beim Ballsport findet sich ebenso für jeden Geschmack das Richtige.

Immer dem Leder hinterher

Ballsport ist zugleich Gesellschaftsspiel und Fitnesstraining in seiner ganzen Vielfalt. Die Muskulatur, das Herz-Kreislauf-System, die Beweglichkeit und die Koordination des Körpers werden trainiert und verbessert. Das Schöne am Sommer ist, dass es praktisch für jede Ballsportart auch die entsprechenden Outdoor-Anlagen gibt.
Kraft und Koordination werden beim Basketball besonders gefördert. Allerdings ist das Verletzungsrisiko relativ hoch. Beim Volleyball werden Beweglichkeit und Koordination geschult. Besonders reizvoll: Es lässt sich auch am Strand spielen. Beim beliebten Volkssport Tennis werden Ausdauer und Koordination trainiert. Die Ballsportart Fußball begeistert die Massen - geschult wird hier die Ballfertigkeit und Beweglichkeit des Körpers.

Alle Spielfeldgeräte sind natürlich durch Standards definiert. Hier wird sowohl für die Sicherheit als auch für gerechte Spielbedingungen gesorgt. Wem also das Netz des Tennisplatzes zu hoch erscheint, der kann sich jederzeit im zutreffenden Standard schlaumachen.

Und damit niemand ausrutscht, sind Anforderungen an Sportböden genormt.

Rutschfest und beständig

Aber nicht nur die Spielfeldgeräte sind genormt, auch sämtliche Sportböden für den Außenbereich unterliegen Standards, um die nötige Rutschfestigkeit und Beständigkeit zu gewährleisten. So regelt zum Beispiel die ÖNORM EN 14952 die Wasseraufnahme von ungebundenen Mineralstoffen für Freiluft-Sportbeläge. Die ÖNORM EN 14953 beschreibt zwei Verfahren zur Bestimmung der Dicke von Feststoffen innerhalb eines Gefüges.

Weitere Normen für Sportböden sind die ÖNORM EN 14954 zur Bestimmung der Härte von Naturfasern und ungebundenen mineralischen Belägen und die ÖNORM EN 14955 zur Bestimmung der Kornformen von ungebundenen mineralischen Belägen.

Die ÖNORM EN 14956 regelt den Wassergehalt von ungebundenen mineralischen Belägen. Das Verfahren zur Bestimmung der Verschleißfestigkeit von Sportböden im Außenbereich regelt die ÖNORM EN 15306 und die Anforderungen an überwiegend für den Außenbereich hergestellte Kunststoffrasenflächen regelt die ÖNORM EN 15330.

In der größten Mittagshitze steht einem vielleicht doch mehr der Sinn nach Abtauchen ...

Unterwasserwelt kennen lernen

Wem der Sinn mehr nach Nervenkitzel steht, der könnte es mit dem Freizeittauchen versuchen. Aber Vorsicht: Dieser Outdoorsport kann süchtig machen.
Wer zum ersten Mal ins Wasser geht, wird möglicherweise gleich nach der Rückkehr zur Wasseroberfläche den nächsten Tauchgang kaum mehr erwarten können. Als Anfänger sollte man sich jedoch nur in die Hände eines erfahrenen Tauchlehrers begeben.

Auch die Dienstleistungen des Freizeittauchens regeln Standards. So wird in der zweiteiligen ÖNORM EN ISO 24802 die sicherheitsrelevante Mindestanforderung an die Ausbildung von Tauchausbildern festgelegt. Die Anforderungen an Dienstleister des Freizeit-Gerätetauchens regelt die ÖNORM EN 14467.

Wer nicht dem Rausch der Tiefe verfällt, kann es den Adlern gleichtun und in die Lüfte abheben.

Die Welt von oben sehen

Den richtigen Kick bringt auch das Gleitschirmfliegen. Man startet von Hügeln oder durch so genannte Windenschlepps, um sich dann bis zu Stunden von den Aufwinden tragen zu lassen.
Damit dieser nicht ganz ungefährliche Sport so sicher wie möglich wird, regelt zum Beispiel ÖNORM EN 1651 die Anforderungen an die Festigkeit des Gurtzeugs. Die Baufestigkeit und sicherheitsrelevante Flugeigenschaft eines Gleitschirms legt ÖNORM EN 926 fest, und die Festigkeit des Rettungsschirms ÖNORM EN 12491.  

Dem Fitnessbegeisterten und dem Abenteuersuchenden bleiben die Standards und Sicherheitsregeln oft verborgen, nach denen seine Geräte hergestellt und geprüft wurden. Das ist auch in Ordnung so, die Standards stehen nicht zuletzt dafür, dass sich Freizeitsportler auf ihr Hobby konzentrieren dürfen und sich im Übrigen auf die Funktionalität und die Sicherheit ihrer Ausrüstung verlassen können.

Autorin: Liesmarie Schöffel