BIM, das weiter geht

Europäische Standards sollen künftig die CE-Kennzeichnung von Bauprodukten in BIM integrieren

Wien (AS prm, 12.06.2018)
Wienerberger-Vorstandsvorsitzender Dr. Heimo Scheuch, Präsident von Construction Products Europe, und CEN-Präsident Vincent Laflèche nach der Unterzeichnung des Abkommens © CEN 2018

Wienerberger-Vorstandsvorsitzender Dr. Heimo Scheuch, Präsident von Construction Products Europe, und CEN-Präsident Vincent Laflèche nach der Unterzeichnung des Abkommens © CEN 2018

Die CE-Kennzeichnung auf Bauprodukten ist seit vielen Jahren eine Selbstverständlichkeit. Sie zeigt, dass ein Produkt mit den Anforderungen der Europäischen Bauproduktenrichtlinie übereinstimmt, und ist Voraussetzung, dass Ziegel, Zement und Co in Europa auf den Markt kommen dürfen. Die fortschreitende Digitalisierung im gesamten Bauwesen soll es in Zukunft erleichtern, die umfassenden Informationen, die mit der CE-Kennzeichnung verbunden sind, mit weniger bürokratischem Aufwand jederzeit verfügbar zu machen.

Der Europäische Verband der Bauproduktehersteller, Construction Products Europe, hat nun gemeinsam mit dem Europäischen Komitee für Normung CEN die Arbeiten an einem Workshop Agreement für eine smarte CE-Kennzeichnung, Smart CE Marking, gestartet. Ein entsprechendes Abkommen haben "Construction Products Europe"-Präsident Dr. Heimo Scheuch, Vorstandsvorsitzender der Wienerberger AG, und CEN-Präsident Vincent Laflèche Anfang Mai 2018 in Brüssel unterzeichnet.

Dabei geht es darum, wie Stefan Wagmeister von Austrian Standards erklärt, "einen alternativen - smarten - Weg der CE-Kennzeichnung von Bauprodukten zu ermöglichen", also um Alternativen zum direkten Anbringen der CE-Kennzeichnung am Produkt selbst oder mittels "Beipackzettel". Wagmeister: "Dies allein wäre aber noch nicht sehr smart. Der Plan ist daher, künftig die Bauproduktdaten, die sogenannten 'Designation Codes' der harmonisierten europäischen Produktnormen, die für die Umsetzung der europäischen Bauprodukteverordnung erarbeitet wurden, via Smart CE Marking auch in das Gebäudedatenmodell integrieren zu können."

Das nun offiziell gestartete CEN Workshop Agreement steht somit in engem Zusammenhang mit Building Information Modelling, kurz: BIM, und wird unter norwegischem Vorsitz im CEN/WS (Workshop) 'Smart CE marking' erarbeitet.

Wienerberger-Vorstand Scheuch dazu: "Die Smart-CE-Initiative ist ein wichtiger Teil des großen digitalen Bau-Puzzles, aber eines, das Bauproduktehersteller aufgreifen sollten, um damit ihre technischen Produktinformationen dem Markt bereitzustellen. Es freut mich sehr, dass unser europäischer Verband das aufgegriffen und beschlossen hat."

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