23. April 2019 - Welttag des Buches: "Wir feiern das Lesen"

Kommentar von Mag. Reinhard Bradatsch, Head of Publishing & Training bei Austrian Standards

Wien (AS prm, 23.04.2019)
Reinhard Bradatsch, Head of Publishing & Training bei Austrian Standards

Mag. Reinhard Bradatsch, Head of Publishing & Training bei Austrian Standards

"Wir feiern das Lesen" - dieser Slogan für den Welttag des Buches umschreibt treffend, worum es geht: um die Tätigkeit des Lesens. Denn die Form passt sich dem Gebrauch an. Das Buch ist ein klassischer Begriff. Darunter fällt das gedruckte Wort, umrahmt mit einem Umschlag, Cover und Rückseite, so wie es von Verlagen produziert und von Buchhandlungen verkauft wird.

Daneben gibt es aber immer mehr Formate, die Texte wiedergeben. Vor allem Content wird zunehmend nicht mehr nur im Buch gelesen, sondern in E-Books, Hörbüchern, Webapplikationen und vielem mehr. Es geht um die verschiedenartigen Aufbereitungsformen von Inhalten. Das kann neben dem gedruckten Inhalt ein Video sein, es können Bilder sein, die mit Text versehen sind. Generell geht der Trend in die Richtung, Inhalte kurz, prägnant und verständlich aufzubereiten.

Für uns bei Austrian Standards stellen diese Trends eine Herausforderung dar, denn wir müssen komplexe Inhalte leicht verständlich machen. Es werden Fachinhalte aus Normen und Standards aufbereitet. Das tun wir mit praxisgerechten Beispielen, mit Checklisten und Tabellen. Da bieten sich vor allem elektronische Medien an. Wir denken etwa an kombinierte Produkte: Reine Texte liest man lieber gedruckt und andere Inhalte lieber elektronisch.

Nehmen wir unsere Prüfbücher her: Das sind Heftchen mit zehn bis 20 Seiten, die ein wesentliches Standbein bei uns sind. Ein Beispiel: Ein Kranführer muss vor Inbetriebnahme des Krans gewisse Prüfroutinen durchführen. Das ist in einer Checkliste festgehalten. In diese Prüfbücher kann man hineinschreiben, sie sind aber nicht endlos benutzbar. Eine App könnte den Kranführer darauf hinweisen, was zu tun ist, wo er das dann abhaken kann.

Es kommt auf den Inhalt an und dann kann man sich Gedanken machen, in welcher Form dieser am besten aufbereitet wird. Da wird es künftig vielfältige Möglichkeiten geben, aber das Buch selbst wird als Spiegelbild der Kultur einer Gesellschaft weiter bestehen bleiben, davon bin ich überzeugt.

Hintergrundinfo zum Welttag des Buches

Im Jahr 1995 erklärte die UNESCO den 23. April zum "Welttag des Buches", dem weltweiten Feiertag für das Lesen, für Bücher und die Rechte der Autoren. Die UN-Organisation für Kultur und Bildung hat sich dabei von einem katalanischen Brauch inspirieren lassen, wonach zum Namenstag des Volksheiligen St. Georg Rosen und Bücher verschenkt werden. Neben diesem Brauch hat der 23. April auch aus einem weiteren Grund besondere Bedeutung: Er ist der Todestag der bedeutenden Schriftsteller William Shakespeare und Miguel de Cervantes.

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