IoT-Fachkongress 2017

Big Data, Cloud, Datenschutz & Co - mit Standards zum Erfolg

18. Oktober 2017 in Wien

Das Internet der Dinge (IoT) kennt nur einen Kurs: die Überholspur. Jetzt heißt es Tempo aufnehmen für Ihr Unternehmen! Lernen Sie anhand von Best-Practices die eigenen Arbeitsprozesse klug anzupassen.

Wie Standards die Gefahren von Data Grabbing und Cyber Crime minimieren und was das Internet der Dinge für Sie leisten kann, erfahren Sie in Vorträgen, Diskussionen und Best-Practice-Beispielen u.a. aus den Bereichen roboterunterstützte Produktion, Verkehr und Forensik. So sind Sie für die Praxis bestmöglich gerüstet.

Iot-Fachkongress 2017 am 18.10. in Wien, Jetzt anmelden

Ihr konkreter Nutzen

  • Sie erkennen die wichtigsten Chancen und Risiken von IoT - von Big Data über Risikomanagement bis zu IT-Security.
  • Anhand der wichtigsten Standards (z. B. ISO/IEC 27001) erfahren Sie, wie Sie IoT im Unternehmen optimal einsetzen.
  • Bringen Sie Ihren Standpunkt ein: Der IoT-Fachkongress verknüpft Fachvorträge mit Diskussionen und Praxisbeispielen.
  • Live-Hack-Session: Sind Sie sicher vor Datendiebstahl und Cybercrime?

Programm und weiterführende Informationen zu IoT

Begrüßung & Eröffnung

DDr. Elisabeth Stampfl -Blaha, Direktorin Austrian Standards

Mag. Muna Duzdar, Staatssekretärin für Diversität, Öffentlichen Dienst und Digitalisierung

Gastvortrag: BLACKOUT, oder unsere infrastrukturellen Abhängigkeiten

Herbert Saurugg, MSc, Experte für die Vorbereitung auf den Ausfall lebenswichtiger Infrastrukturen

Stand der elektrotechnischen Normung im Bereich IoT

Dipl.-Ing. Richard Valenta, Referat für IKT-Bereich, OVE Österreichischer Verband für Elektrotechnik

IoT – Zukunft mit Standards: Topaktuelle Entwicklungen

Dr. Karl Grün, Director Standards Development, Austrian Standards Institute

IoT – Auswirkungen auf die Gesellschaft:

Vom Consumer zum Prosumer, mündige Daten-Lieferanten für eine sensible industrielle Digitalisierung

Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Thomas Grechenig, TU Wien, CEO Research Industrial Systems Engineering F&E GmbH

Podiumsdiskussion: Inwieweit benötigt IoT Standards?

Univ.Prof. Dipl.-Ing. Dr. Thomas Grechenig, TU Wien, CEO Research Industrial Systems Engineering F&E GmbH

Dr. Karl Grün, Director Standards Development, Austrian Standards Institute

Dipl.-Ing. Thomas Herndl, Infineon Technologies AG

Ing. Werner Illsinger, Digital Society

Dr. Hermann Brand, IEEE (Institute of Electricaland Electronics Engineers)

Big Data im Waschraum, State of the Art By HAGLEITNER

Ing. Manuel Huick, Projektmanager/Entwickler, Hagleitner Hygiene International GmbH

IoT & Standardisierung – ein Widerspruch?

Christian Binder, Head of Product Management, Hutchison Drei Austria GmbH

Informationssicherheitsmanagementsysteme – Anpassungen für den sicheren Einsatz von IoT

Thomas Pfeiffer, BSc, MSc, Chief Information Security Officer, LINZ STROM NETZ GmbH

Der intelligente Drohnenschwarm

Dr. Heinz Sommerbauer, CEO Austro Control – Österreichische Gesellschaft für Zivilluftfahrt mit beschränkter Haftung

Praxis-Beispiel Produktionsoptimierung von Spritzgussmaschinen durch Industrial IoT/Sensorik und Realtime-Datenbank

Christian Lutz, CEO, Crate.io

Wirkungen automatisierter Fahrzeuge in einer digitalen Welt

Dipl.-Ing. Dr. Wolfgang Ponweiser, Research Engineer, Center for Mobility Systems, AIT Austrian Institute of Technology GmbH

IoT in der Beobachtung und Überwachung – Von WebCams bis zu Drohnen – IoT als neues Werkzeug

Dr. Norbert Frischauf, Partner, SpaceTec Capital Partners GmbH

BigData Analyse – Intelligence zum Generieren neuer Angebote – Der Service-Gedanke als Erfolgsmodell

Referent angefragt

IoT & Big Data & DSGVO – Standards & Recht:

Wie operiere ich mit Big Data rechtskonform und compliant? Welche Auswirkungen hat die ab 2018 geltende EU-Datenschutz-Grundverordnung für Unternehmen, die IoT einsetzen?

RA Mag. Veronika Wolfbauer, Schönherr Rechtsanwälte GmbH

IoT – Risikomanagement und Business-Continuity-Management:

Wie können im Problemfall unternehmenskritische Prozesse ausreichend verfügbar bleiben und wie kann bei einem Vorfall angemessen reagiert werden? Welche Standards können mir dabei helfen?

Ing. Mag. Dr. Sascha Hönigsberger, CRISC, CMC, Österreichische Post AG

Cloud, die Basis von IoT

Welche Auswirkungen die digitale Revolution auf unsere Gesellschaft hat, und wie man Herausforderungen wie Anbieterselektion, Qualitätskriterien und Datenschutz in der Cloud mit vernünftigem Aufwand bewältigen kann

Dr. Tobias Höllwarth, Vorstand, EuroCloud Austria und Präsident, EuroCloud Europe

Datenschutz auf internationaler Ebene

Mag. Max Schrems, Jurist, Autor und Datenschutzaktivist

IoT-Live-Hack Session

Die Welt des Internet der Dinge bietet eine Vielzahl von Angriffsmöglichkeiten für Hacker. Vom Smartphone über Schließsysteme und Webcams bis zu Küchengeräten gibt es auf der Welt Millionen ungesicherter Devices. In dieser Session werden exemplarisch Risikoszenarien praktisch dargestellt.

Michael Werzowa, IoT Austria – The Austrian Internet of Things Network

Plenar-Diskussion: IoT – Chancen und Risiken? Sind wir vorbereitet?

Moderation: Mag. (FH) Ingrid Brodnig, Journalistin und Buchautorin, Digital Champion Österreichs in der EU

Mag. Ulrike Huemer, CIO, Stadt Wien

Mag. Kathrin Kränkl, Sprecherin des Arbeitskreises Industrie 4.0/IoT, Fachgruppe UBIT der Wirtschaftskammer Wien

Ing. Roland Ledinger, Bereichsleiter IKT – Strategie des Bundes und der Abteilung I/13 und Geschäftsführer, Plattform Digitales Österreich

Mag. Sylvia Mayer, Referatsleiterin Schutz Kritischer Infrastruktur, BMI

Dr. Philipe Reinisch, Founder Silkroad 4.0

Mag. Max Schrems, Jurist, Autor und Datenschutzaktivist

Zusammenfassung und Abschluss

DDr. Elisabeth Stampfl -Blaha, Direktorin Austrian Standards

Get-together, Networking, Farewell Cocktail

Hintergrund

Im Prinzip basiert das Internet der Dinge darauf, dass viele reale Dinge dem Netzwerk Informationen über den eigenen Zustand zur Verfügung stellen. Angaben zur aktuellen Nutzung oder zu Verschleiß, Füllständen und Umgebungsbedingungen können dazu dienen, Serviceintervalle zu optimieren, Teile rechtzeitig auszutauschen oder den Energieverbrauch zu optimieren.

Voraussetzung für ein funktionierendes Internet der Dinge ist die Standardisierung der eingesetzten Komponenten und Dienste. Darüber hinaus braucht es eine einfach zugängliche, sichere Netzwerkanbindung sowie die Entwicklung kostengünstiger automatisierter digitaler Services im Netzwerk.

Bei der Realisierung des IoT spielen auch Cloud Computing und Big Data eine wichtige Rolle. In Alltagsgegenständen verbaute, kostengünstige Sensoren und Prozessoren sollen die Vernetzung vorantreiben und mithilfe künstlicher Intelligenz und Machine Learning neue Services bieten, die den individuellen Alltag erleichtern. Das Internet der Dinge dringt damit in das persönliche Leben zahlreicher Menschen ein und berührt dabei nicht nur Prozesse der technischen Standardisierung, sondern wirft auch Fragen hinsichtlich Privatsphäre und Datenschutz auf.

Diese Themen behandelt die EU-Datenschutz-Grundverordnung (EU-DSGVO), die ab dem 25. Mai 2018 verbindlich in allen EU-Staaten anzuwenden ist. Sie vereinheitlicht EU-weit das Datenschutzrecht und regelt unter anderem die Rechtsgrundlagen der personenbezogenen Datenverarbeitung samt den Rechten der Betroffenen und den Pflichten der Verantwortlichen. Darüber hinaus gilt die EU-DSGVO auch für Unternehmen, die ihren Sitz außerhalb der Europäischen Union haben, die sich aber mit ihren Angeboten auch an EU-Bürger wenden (Marktortprinzip).

Sonderfall Industrie 4.0

Ein spezieller Anwendungsfall des Internet of Things ist die sogenannte Industrie 4.0. Der Begriff bezeichnet die Zielsetzung, industrielle Produktionsprozesse durch die intelligente Vernetzung von Komponenten und Teilsystemen neu zu definieren. Dabei spielt vor allem das Realzeitverhalten der Systeme - zusammengefasst unter dem Begriff "Cyber-Physical Systems" (CPS) - eine wesentliche Rolle, wobei Standards und Normen - speziell für die Themen Safety und Security - maßgeblich sind.

Beide Themen - Industrie 4.0 und das Internet der Dinge - beflügeln jedenfalls die Phantasie von Politikern, Wirtschaftslenkern und IT-Spezialisten. Geht es dabei doch um Millionen Arbeitsplätze und um nicht weniger als um Sicherheit und Wohlstand in der Welt von morgen.

Stand der Normung

Für ein funktionierendes Internet der Dinge braucht es eine effiziente Standardisierung der eingesetzten Komponenten und Dienste. Gegenwärtig werden die existierenden Standards überprüft, inwieweit sie für Anwendungen im Internet der Dinge angepasst werden können. Während einige Standards lediglich adaptiert werden müssen, sind für andere Themen völlig neue Regelwerke für das Internet of Things zu entwickeln.

Bereits veröffentlicht wurden der dreizehnteilige Internationale Standard ISO/IEC 29341 zum Management von Geräten und deren Protokollen. In Ausarbeitung befinden sich zur Zeit Standards, die Definitionen und Vokabular des Internet of Things (ISO/IEC CD 20924) sowie den Aufbau einer entsprechenden Referenzarchitektur (ISO/IEC CD 30141) thematisieren. Zahlreiche weitere Regelwerke zu Themen wie Frameworks, Use Cases, dem Gebrauch von Object Identifiers und IoT in der Versorgungskette sind in Vorbereitung.

Organisatorisches

Um die Standardisierung des Themas voranzutreiben, wurde das Joint Technical Committee 1 (ISO/IEC JTC 1) Information Technologies, Subcommittee 41 "Internet of Things and related Technologies" aus der Taufe gehoben. Dieses neue, bei den internationalen Standards-Organisationen ISO und IEC angesiedelte Arbeitsgremium entsteht aus den Arbeitsgruppen 7 "Sensor Networks" und 10 "Internet of Things", baut also auf den bereits erarbeiteten Inhalten auf und führt deren Arbeiten fort.

In Österreich traf am 3. April 2017 das entsprechende Spiegelgremium JWG 001.41 IoT des Normungskomitees 001 Informationstechnologie zur konstituierenden Sitzung unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Manfred Wöhrl vom Verein DigitalSociety zusammen. Der IoT-Pionier vertritt Österreich auch als Delegierter auf internationaler Ebene. Für das Spezialthema Industrie 4.0 entwickelte Austrian Standards in Kooperation mit der Plattform Industrie 4.0 Österreich den Normungs-Kompass Industrie 4.0. Gemeinsam mit dem ergänzenden Online-Normenkatalog Industrie 4.0 zeigt das Tool einfach und übersichtlich, welche für Industrie 4.0 relevanten Standards es bereits gibt, in welchen Bereichen welche Standards entwickelt werden, und wer in Österreich dafür Ansprechpartner ist.

Bibliografie

ISO/IEC 29341 Information technology - UPnP Device Architecture
ÖNORM ISO/IEC 27001 Informationstechnologie - Sicherheitstechnik - Informationssicherheits-Managementsysteme - Anforderungen
ÖNORM ISO/IEC 27013 Informationstechnik - IT-Sicherheitsverfahren - Leitfaden für die integrierte Implementierung von ISO/IEC 27001 und ISO/IEC 20000-1 (ISO/IEC 27013:2015)


Finden Sie hier den Download des Programmes als PDF.

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