Von der nationalen Normungsorganisation zum zentralen Dienstleister für Standards und Innovation

Austrian Standards Vollversammlung 2017: Internationalisierung und erweiterte Netzwerke

Wien (AS prm, 30.06.2017)
Austrian Standards Annual Guide 2016/2017

Einblick über aktuelle Aktivitäten gibt der bei der Vollversammlung vorgestellte "Annual Guide 2016/2017"

Austrian Standards - das ist heute der zentrale Dienstleister für Standards und Innovation und nicht nur die nationale österreichische Normungsorganisation. So dessen Präsident Walter Barfuß bei der Vollversammlung von Austrian Standards Institute am vergangenen Mittwoch. Kennzeichen dafür seien ein internationales Netzwerk mit Organisationen in 160 Ländern, Standards mit einem immer breiteren Fächer an Themen, ein Kundenspektrum vom Handwerker bis zum High-Tech-Unternehmen und eine wachsende Palette an maßgeschneiderten Dienstleistungen.

Unter den zahlreichen Teilnehmern der ordentlichen Vollversammlung am 28. Juni 2017 war auch der frühere EU-Agrar-Kommissar Franz Fischler, Vorsitzender des Honorary Board von Austrian Standards. Das Honorary Board steht Austrian Standards seit 2016 beratend zur Seite und beschäftigt sich mit Zukunftsthemen abseits der Tagespolitik, vor allem mit der Bedeutung von Standards für Wirtschaft, Wissenschaft, Politik und Gesellschaft.

Dialog und stärkere Vernetzung

Wesentliche Meilensteine des Jahres 2016 und der ersten Jahreshälfte 2017 waren, wie Präsident Barfuß - unterstützt von Vizepräsident Manfred Matzka und Direktorin Elisabeth Stampfl-Blaha - ausführte: das Dialogforum Bau Österreich und die stärkere Vernetzung mit dem IT- und Telekom-Sektor. Prof. Barfuß: "Mit dem Dialogforum ist es gelungen, das jahrelange, sehr diffuse, Beklagen von 'Baunormen' jeder möglichen Art auf eine Sachebene zu bringen."

Größere Nähe zum IT- und Telekom-Sektor brachte die Vollmitgliedschaft beim European Telecommunications Standards Institute ETSI und die Tatsache, dass IEEE, ein wichtiger Player des Ökosystems der Standardisierung, ab sofort seinen Europasitz bei Austrian Standards in Wien hat. Das Institut ist mit 430 000 Mitgliedern der weltweit größte Verband an Electrical and Electronics Engineers.

Hermann Brand, IEEE European Standards Affairs Director, betonte in seiner Keynote bei der Vollversammlung die Bedeutung von Standards und die Zusammenarbeit der unterschiedlichsten Regelsetzer in diesem Bereich: "Allein in einem Smartphone sind hunderte Standards von verschiedenen Standardisierungsorganisationen zu finden."

Große Bandbreite ist ein Merkmal zahlreicher neuer Standards-Projekte, die auf europäischer und internationaler Ebene (CEN bzw. ISO) in den vergangenen Monaten gestartet wurden: von Blockchain über Energiemanagement und Energieeinsparung bis zu Begräbnisdienstleistungen oder Ecodesign. Einblick gibt der bei der Vollversammlung vorgestellte "Annual Guide 2016/2017".

Neue Mitglieder des Präsidialrats

Bei der Vollversammlung wurden auch fünf neue Mitglieder des Präsidialrats vorgestellt. Es sind dies:

Der Präsidialrat von Austrian Standards ist das tragende fachliche Konsultativorgan zu wirtschaftspolitischen und strategischen Fragen.

Entwickeln, was morgen gebraucht wird

Als wichtigste Herausforderung sieht es Austrian-Standards-Präsident Barfuß, "nicht bloß mit dem Tempo der Veränderungen der Bedürfnisse unserer Kunden und Partner Schritt halten, sondern vielmehr vorausschauend die Zeichen der Zeit erkennen und ständig das entwickeln, was morgen gebraucht wird".

Linktipps

Zu den Fotos von der Vollversammlung
Präsentation inkl. Keynote "IEEE IN EUROPA", Dr. Hermann Brand, IEEE European Standards Affairs Director (PDF, 5855 kB)

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