Wichtige Infos zu Schutzmasken

Was Standards über FFP-Masken sagen...

Das Kürzel FFP steht für „filtering face piece“ und gibt über die Filterleistung sowie über die „maximal zulässige Leckage“ (=Durchlässigkeit/Undichtheit) einer Maske Auskunft. FFP1-Masken bieten geringeren Schutz, FFP3 einen höheren.

 

Was bedeuten die Kennzeichnungen auf der Maske?

 

Gemäß der Europäischen Norm EN 149 müssen partikelfiltrierende Halbmasken, die dieser Europäischen Norm entsprechen, deutlich und dauerhaft mit Folgendem gekennzeichnet sein:

  • mit dem Namen/Warenzeichen oder einem anderen Mittel zum Identifizieren des Herstellers oder Lieferanten.
  • mit einer Typ-identischen Kennzeichnung.
  • mit der Nummer und das Jahr der Veröffentlichung dieser Europäischen Norm.
  • mit der zutreffenden Klasse (FFP1, FFP2 oder FFP3), gefolgt von einer einzigen Leerstelle und dann:

      „NR“ -> Not Reusable/zum einmaligen Gebrauch (Beispiel: FFP3 NR)

      oder

      „R“ -> Reusable/wiederverwendbar (Beispiel: FFP2 R D).

  • Falls zutreffend, mit dem Buchstaben D (Dolomit), entsprechend der Einspeicherleistung. (Beispiel: FFP3 NR D, FFP2 R D) („D“ darf optional auf nicht wiederverwendbaren Masken, muss jedoch auf wiederverwendbare Masken angebracht sein.)
     

Was ist eine CE-Kennzeichnung?

Europäische Masken enthalten auch eine sogenannte CE-Kennzeichnung mit einer 4-stelligen Prüfnummer. Durch diese Kennzeichnung erklären die Hersteller, dass ihr Produkt der EU-Verordnung entspricht. Das CE-Zeichen ist also ein Hinweis darauf, dass ein Produkt vom Hersteller geprüft wurde und dass es alle EU-weiten Anforderungen an Sicherheit, Gesundheitsschutz und Umweltschutz erfüllt.

Die gebräuchlichen KN95-Masken entsprechen der chinesischen Norm GB2626 und nicht der EN 149.

Bitte achten sie beim Kauf von Masken darauf, ob diese Kennzeichnung genau eingehalten wird!

Den genauen Wortlaut können Sie der ÖNORM EN 149 entnehmen, die derzeit kostenlos auf unserer Spezialseite zur COVID-Pandemie eingesehen werden kann.

 

Können die Masken wiederverwendet werden, wenn Sie bei 80 Grad im Ofen „Wiederaufbereitet“ werden?

  • Die Maske wird es wahrscheinlich aushalten sofern sie kein Ausatemventil hat. Natürlich ist das immer abhängig von der Zeit im Ofen.
  • Eigentlich ist es aber eine Frage für Virologen. Die „Wiederaufbereitbarkeit“ hängt immer davon ab, wie hoch die virologische Belastung war. Also: mit wie vielen Menschen war ich in Kontakt? Wie viele Viren wurden auf die Maske abgesondert?

Bzgl. Wiederverwendung von FFP-Masken sind entsprechende Angaben von Herstellern bzw. die Kennzeichnung auf der Maske selbst zu berücksichtigen.

 

Verringern Bärte die Schutzfunktion?

  • Ja, da die Masken nicht mehr eng am Gesicht anliegen und durch diese Leckage vermehrt eine Durchlüftung des Atembereiches mit ggf. virenbelasteter Umgebungsluft stattfindet.

 

Autoren: Martin Lorenz (Deputy Director Standards Development) und Thomas Manek (AUVA / Vorsitzender des Komitees für Arbeitsschutz, Ergonomie und Sicherheitstechnik bei Austrian Standards)

Nähere Infos zu "Atemschutzgeräte - Filtrierende Halbmasken zum Schutz gegen Partikeln - Anforderungen, Prüfung, Kennzeichnung" finden Sie in der ÖNORM

 

Eine weitere Erklärung sowie Produktübersicht über Masken finden Sie u.a. auch beim Wiener Gesundheitsverbund.

Mehr Infos zu Standards und deren Rolle bei der Corona-Bekämpfung finden Sie hier: