Erdbebenlasten Eurocode 8
Erdbebensicher bauen: Praxisleitfaden zur Berechnung
Neue Handbücher der „Austrian Standards plus Publishing“ mit Berechnungsbeispielen zum Eurocode 8 / ÖNORM EN 1998
Wien (ON/AS+ prm) Die Stabilität von Gebäuden erfordert nicht nur exakte Planung, sondern auch umfangreiche Berechnungen. Die wesentlichen Grundlagen dafür liefern die so genannten „Eurocodes“, eine insgesamt 58 Dokumente umfassende Reihe von Europäischen Normen, die derzeit in Österreich umgesetzt wird und die die Berechnungen europaweit auf eine völlig neue Basis stellen. Eine zentrale Position nimmt dabei der Eurocode 8 (ÖNORM EN 1998) mit den Berechnungsgrundlagen für Entwurf, Bemessung und Konstruktion von Bauwerken des Hoch- und Ingenieurbaus in Erdbebengebieten ein. Ziel ist es, sicherzustellen, dass bei Erdbeben menschliches Leben geschützt ist, die Schäden an Baukonstruktionen begrenzt und wichtige Infrastrukturbauten funktionstüchtig bleiben.
Um die Neuausrichtung der Berechnungen zu erleichtern, hat die Austrian Standards plus Publishing (AS+P) das vierteilige Handbuch „Erdbebenlasten – Eurocode 8“ mit Praxisbeispielen veröffentlicht.
Der Eurocode 8 zu Erdbebenlasten stellt dem Tragwerkplaner und Architekten ein sehr umfangreiches Normenwerk für die Auslegung von Tragwerken gegen Erdbeben zur Verfügung: Darin werden Hochbauten, Brücken, Silos, Fundierungen sowie Türme und Maste geregelt.
Die vierbändige Buchreihe zum Eurocode 8 hilft, dieses Wissen im gesamteuropäischen Raum zu verstehen. Der Praktiker erhält eine wertvolle Hilfestellung für die tägliche Arbeit: In Schritt für Schritt aufbereiteten Beispielen wird dieses komplexe Wissensgebiet verständlich erklärt.
Band 1 „Praxisbeispiel Hochbau aus Stahlbeton“ analysiert die Erdbebeneinwirkungen auf ein fünfgeschossiges Bauwerk aus Stahlbeton: Neben dem vereinfachten Antwortspektrumverfahren werden die Berechnungen für das modale Antwortspektrumverfahren sowie eine räumliche Berechnung mit einem 3D-Finite-Elemente-Modell detailliert durchgeführt. Zudem wird die Bemessung eines Bauteils an Hand der Erdbebenwirkung dargestellt. Ein Vergleich der Resultate mit abschließender Diskussion rundet dieses Praxishandbuch ab.
Band 2 „Praxisbeispiel Stahlbau-Halle“ analysiert die Erdbebeneinwirkungen auf eine einschiffige, zweigeschossige Halle aus Stahl. Dabei wird die Berechnung mittels des Modalen Antwortspektrumverfahrens in den beiden Hauptbeanspruchungsrichtungen vorgeführt. Es werden jeweils auch die Quer- bzw. Längsrahmen untersucht. Eine Diskussion hinsichtlich unterschiedlicher Auslegungskonzepte rundet dieses Praxishandbuch ab.
Band 3 „Praxisbeispiel Hochbau aus Mauerwerk“ analysiert die Erdbebeneinwirkungen auf ein dreigeschossiges Bauwerk aus Mauerwerk. Es wird die Anwendung des „Vereinfachten Antwortspektrenverfahrens“ unter Verwendung eines ebenen Modells (Ersatzstabmodell) für beide Hauptrichtungen vorgeführt. Zusätzlich wird auf Basis eines räumlichen „Finiten Elements Modells“ das modale Antwortspektrenverfahren detailliert durchgeführt. Für jede Vorgangsweise wird in diesem Praxishandbuch das Verhältnis der erzielbaren Qualität der Ergebnisse zum erforderlichen Aufwand herausgestrichen, um für den Praktiker eine Orientierungshilfe zu schaffen.
Band 4 (derzeit in Vorbereitung) liefert analog zu den Bänden 1 bis 3 ein Praxisbeispiel für eine Brücke aus Stahlbeton.
Der Eurocode 8 im Überblick:
- ÖNORM EN 1998-1 Grundlagen, Erdbebeneinwirkungen und Regeln für Hochbauten
- ÖNORM EN 1998-2 Brücken
- ÖNORM EN 1998-3 Beurteilung und Ertüchtigung von Gebäuden
- ÖNORM EN 1998-4 Silos, Tankbauwerke und Rohrleitungen
- ÖNORM EN 1998-5 Gründungen, Stützbauwerke und geotechnische Aspekte
- ÖNORM EN 1998-6 Türme, Maste und Schornsteine
Nähere Informationen zu den Eurocodes und zum aktuellen Stand der Umsetzung in Österreich finden Sie auf der Internet-Plattform www.eurocode.at


